GICHT-ARTHRITIS 
Gichtarthritis, Gelenkgicht

Die Gicht-Arthritis (Gichtarthritis) bezeichnet der Mediziner auch als Arthritis u rica, ein weiterer gebräuchlicher Ausdruck ist Gelenkgicht.

Der Begriff "Arthritis" steht für eine Gelen kentzündung. Die Gicht-Arthritis ist demnach eine Gelen kentzündung, ausgelöst durch die Stoffwechselkrankheit Gicht.

Von der Gicht-Arthritis (Gichtarthritis, Gelenkgicht) sind zu 95 % Männer betroffen und sie kann bei entsprechender Veranlagung schon ab dem 35. Lebensjahr auftreten, bei Frauen ist erst ab dem 50. Lebensjahr damit zu rechnen.

Die Arthritis u rica entsteht durch Ablagerung von Urat-Kristallen (Harnsäurekristalle) in den Gelen ken. Man unterscheidet zwei Formen:

  1. Die primäre Gicht-Arthritis ist erblich, entweder liegt eine vermehrte Bildung oder eine verminderte Ausscheidung von Harnsäure vor

  2. Die sekundäre Gichtarthritis (Gelenkgicht) entsteht durch ein endogenes (= vom Körper selbst verursachtes) oder exogenes (= von außen zugeführtes) Überangebot an Purinen, den Stoffen, deren Abbauprodukt die Harnsäure ist

Ab einer bestimmten Konzentration im Blut fällt die Harnsäure dann aus und es kommt zur Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelen ken.

Das erste Gelen k, an dem eine Gicht-arthritis auftritt, ist mit einer Häufigkeit von 80% das Großzehengrundgelen k, in absteigender Häufigkeit dann Mi ttelfuß-, Sprung- oder Kn iegelenk. Der Erstbefall von Gelen ken im Ar mbereich ist selten. Ganz selten können mal Seh nenscheiden oder Schleimbeu tel betroffen sein.

Die Erstmanifestation (= erstes Krankheitszeichen) der Gichtarthritis (Gelenkgicht) erfolgt oft nach einer sehr umfangreichen Mahlzeit oder nach erhöhtem Alkoholkonsum, aber auch nach einem Infekt (= Ansteckung, Übertragung), Trauma (= Verletzung) oder Streßsituationen.
Meist tritt der Schmerz nachts auf und kann über Stunden, Tage oder Wochen andauern. Es kommt oft zur Bildung von Gich t tophi (= Gichtknoten), in denen die Urat-Kristalle angehäuft sind, meist findet man sie im Ohrknorpel oder am Großzehengrundgelen k.

Die Diagnose einer Gicht-Arthritis erfolgt über die Beschreibung der Art und Lokalisation der Schmerzen, der Untersuchung der Gelen ke, der Bestimmung des Harnsäurespiegels im Blut (über 7 mg% bei Männern, 6 mg% bei Frauen) und über Röntgen-Aufnahmen.

Eine kausale (= auf die Ursache gerichtete) Therapie muß auf verschiedenen Wegen angegangen werden. Zuerst ist eine purinarme Diät sowie Alkoholkarenz (= Verzicht) wichtig. Als Basistherapie werden Medikamente verwendet, welche die Harnsäuresynthese im Körper hemmen (Urikostatika, z.B. Allopurinol), aber auch Medikamente, welche die Ausscheidung der Härnsäure über die Niere erhöhen (Urikosurika, z.B. Benzbromarom).

Im akuten Gich tanfall wird sowohl mit nichtsteroidalen Antiphlogistika als auch mit dem Entzündungshemmer Colchizin behandelt (nach Rössler/Rüther; Orthopädie; Urban&Fischer Verlag)

Leider gibt es auch Patienten mit einer chronischen Gicht-Arthritis, die praktisch ständig unter Schmerzen leiden bei entsprechenden bleibenden Gelenkveränderungen.

Spezielle Schmerztherapie bei Gicht-Arthritis:

Sehr bewährt hat sich die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)), insbesondere in Form von kontinuierlichen Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter. Eine wichtige Nebenwirkung dieser Therapie ist eine begleitende Symphatikolyse (= Erweiterung der Blutgefäße), denn unter einer guten Durchblutung heilen entzündliche Prozesse sicher ab.

Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

Methodenbeschreibung "Kontinuierliche (repetitive) Nervenblockaden mit Katheter":

  1. Nervus femoralis (vorderer Oberschenkelnerv): Bei dieser Methode suchen wir von der Vorderseite des Oberschenkels her, handbreit unterhalb des Leistenbandes mit einer Kanüle in der Tiefe den Oberschenkelnerv auf und legen in die Nervenscheide (Gewebsumhüllung des Nerven) einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) ein. In den nächsten 2-3 Wochen spritzen wir dann mehrmals täglich eine verdünnte örtliche Betäubungsmittellösung ein. Dabei wählen wir die Konzentration des Wirkstoffes so, daß die grobe Kraft und damit die Beweglichkeit erhalten bleibt, aber die Schmerzempfindlichkeit deutlich herabgesetzt oder gar aufgehoben ist.
    Anwendungsbereiche
    :
    Kniegelen k und z.T. oberes Sprunggelen k

  2. Gegen Schmerzen im ftgelenk kann vorgenannte Methode verändert angewendet werden (der sog. 3 in 1-Block oder die Pl exus lumbal is-Blockade): Wenn man die Menge der örtlichen Betäubungsmittellösung erhöht (ca. 25-35 ml) und während des Einspritzens den Oberschen kel abstaut, wird die Wirkstofflösung nach oben getrieben (innerhalb der Nervenscheide) und betäubt weitere Ner ven, die die genannten Körpergebiete versorgen.

  3. N. isch iadicus: Bei dieser Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesä ß, den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Nerven zu einer Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit.
    Anwendungsbereiche:
    Gelen ke im Fu
    ßbereich auch Großzehengrundgelenk

  4. Plexus brachialis: Die Einpflanzung des Katheters erfolgt nahe der Achselhöhle am inneren Obera rm oder im seitlichen unteren Halsbereich (der sog. interskalenäre Zugang).
    Anwendungsbereiche: El len bogen- und Han dgelenke (auch Fin
    ger),

Hier gelangen Sie zu weiteren Arthritis-Formen:

Psori asis Arthritis, Ly me-Arthritis, infek tiöse Arthritis, ei trige Arthritis, infektreak tive Arthritis, vi rale Arthritis, r heumatoide Arthritis

A Abdomen, Ablatio mammae, abdominale Schmerzen, Achillessehne, Afterschmerzen, chronische Armschmerzen, Arthralgien, Arthritiden, Arthropathie, Arthrosen, Arthrosis
B
Bauch, Bauchhöhle, Bauchschmerzen, Beckenschmerzen, Beinschmerz, Beinschmerzen, Blasenschmerzen, chronische Brustkorbschmerzen, Brustschmerzen, chronische Brustwirbelsäulenschmerzen,
C
chronische Kopfschmerzen, chronische Kreuzschmerzen, chronische Rückenschmerzen, chronische Unterleibschmerzen,
D
Dammschmerzen, chronische Darmschmerzen, Dauerkopfschmerz,
E
Eingeweideschmerz, chronische Ellenbogenschmerzen, chronische Enddarmschmerzen, Extremitätenschmerzen
F
Fingerarthrosen, Flankenschmerzen, Schmerzen in den Füßen, Fußschmerzen, Fußsohlenschmerz
G
Gelenkschmerzen, Gelenkerkrankungen, Gelenksentzündungen, Gelenksschmerzen, Gelenkkrankheit, Gelenkserkrankungen, Genickschmerzen, Genitalschmerzen, Gesäßschmerzen, Gesichtsneuralgien, GesichtsschmerzenGicht-Arthritis, Gliederschmerzen,
H Halswirbelsäulenschmerzen, Handgelenkschmerzen, Hinterkopfschmerzen, Hodenschmerzen, Hüftgelenkschmerzen, Hüftschmerzen,
I
Ischias,
K
Kieferschmerzen, Kniegelenkschmerzen, Kniegelenksschmerzen, Knochenschmerzen, Kopfschmerz, Kopfschmerzen (1), Kopfschmerzen (2),  Krämpfe in den Waden, Koxarthrose, Kreuzbeinschmerz, Kreuzschmerzen,
L LeibschmerzenLeistenschmerzen, Lendenschmerzen, Lendenwirbelsäulenschmerzen,
M
MagenschmerzenMastodynie, Metatarsalgie, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfemyofasziale Schmerzen,
N
Nierenschmerzen, Neuropathie,
O OberarmschmerzenOberbauchschmerzen, Oberschenkelschmerzen, Ohrschmerzen, Organschmerzen, Orofaziale Schmerzen, Otalgie
P Pelvipathie, Periarthropathie,
Q

R
Rippenschmerzen, Rückenschmerzen (1), Rückenschmerzen (2),
S
Sakroiliakalgelenk, Schambeinschmerzen, Schläfenkopfschmerzen, Schmerzbehandlungen, Schmerzen im Abdomen, Schmerzen im Arm, chronische Schmerzen in der Bauchhöhle, Schmerzen im Bauch, Schmerzen im Becken, Schmerzen im Bein, Schmerzen in den Beinen, Schmerzen bei Berührung, Schmerzen bei Entzündung, Schmerzen bei Berührungen, Schmerzen bei Bewegung, Schmerzen bei Bewegungen, chronische Schmerzen in der Blase, Schmerzen im Brustbein, Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen in der Brust, Schmerzen im Darm, chronische Schmerzen in den Extremitäten, Schmerzen in den Fersen, Schmerzen der Füße, Schmerzen in der FlankeSchmerzen im Fuß, Schmerzen in der Fußsohle, Schmerzen im Gelenk, Schmerzen im Gesicht, Schmerzen in den GliedernSchmerzen in der Harnblase, Schmerzen im Hoden, Schmerzen in der Hüfte, Schmerzen im Hüftgelenk, Schmerzen im Kiefer, Schmerzen im Kiefergelenk, Schmerzen im Kniegelenk, Schmerzen im KnochenSchmerzen im KopfSchmerzen im Knie, Schmerzen im KreuzSchmerzen im Leib, Schmerzen in der LeisteSchmerzen im Oberbauch, Schmerzen im Unterarm, Schmerzen im OberkieferSchmerzen im Rücken, Schmerzen in der Schulter,
Schmerzen in der Scheide, Schmerzen im Schultergelenk, Schmerzen im Thorax, chronische Schmerzen im Unterbauch, Schmerzen in den Waden, Schmerzen im Unterleib, Schultergelenkschmerz, Schulterschmerzen (1), Schulterschmerzen (2), Schulter-Arm-Schmerzen, Sehnenschmerz, Sinusitiden, Spezielle Schmerztherapie, Steißbeinschmerzen, Stirnkopfschmerzen,
T Tendopathie,
U Unterarmschmerzen, Unterbauchschmerzen, Unterleibsschmerzen, Unterschenkelschmerz, Unterschenkelschmerzen,

V
Venenschmerzen, Verwachsungsbauch, Viszerale Schmerzen, viscerale Schmerzen,
W
Wadenschmerzen,
Weichteilschmerzen,
Z  Zeckenbiß,
zentrale Schmerzen, Zungenschmerzen,

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